Vers im Quran - Bakara 156

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Nach islamischer Überzeugung ist der Tod ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Daseins. Die Existenz eines jeden geht über den Tod hinaus; daher wird im Koran der Tod als ein Zustand beschrieben, der von jedem lebendigen Wesen "gekostet" werden wird. Es ist ein neuer Anfang und auf keinen Fall das Ende. So eine wichtige menschliche Phase bedarf seiner eigenen Regel, die durch erfahrene muslimische Experten durchgeführt werden muss. Noch dazu entstehen wie bei allen intensiven Dienstleistungen Kosten, die unmittelbar mit der Bestattungen oder Überführungen verbunden sind.

Die muslimische Gemeinschaft ist angehalten in allen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens miteinander zu solidarisieren; im Falle des Todes zeigt sich diese Solidarität in besonders intensive Ausdruckweise. Die Kondolenz, als islamisch-traditionelle Beileidsbekundung der Muslime ist eine wichtige Hilfe auf dem Weg in ein Leben ohne den Verstorbenen. Nicht nur dieser seelischer Beistand, sondern auch die organisatorische, finanzielle Sorge für die Bestattung oder Überführung des Verstorbenen wird Muslimen vom Gesandten Allahs, Muhammad (der Friede und Segen Allahs auf ihn), als religiöses Anliegen empfohlen. Die Muslime als Gemeinschaft muss so schnell wie möglich, islamischen Regeln entsprechend, den Verstorbenen bestatten, sofern die eigene Familie aus welchem Grund auch immer dazu nicht im Stande ist.

Nicht selten kommt der Tod unangemeldet und kann den Menschen zudem in einer finanziell schwierigen Phase erfassen, sodass die Familie mit Mühe und Not die Kosten zusammentragen muss oder sich diese bei Bekannten oder Verwandten ausleihen muss. Hinzu kommen auch noch die bürokratischen Formalitäten, die man als Laie nicht kennt und die für den Hinterbliebenen zu einer großen Last werden können. Zu dieser traurigen Stunde sich mit dieser Arbeit zwangsweise zu beschäftigen, beraubt einem unnötig kostbare Kraft und Zeit bei dem letzten Abschied vom verstorbenen Angehörigen Grossvater, Grossmutter, Vater, Mutter, Sohn, Tochter usw.

Durch die Mitgliedschaft in der BKUV wird man von all den oben aufgeführten, lästigen, bürokratischen und finanziellen Sorgen befreit. Man kann sich dann auf den Abschied vom Verstorbenen konzentrieren, während wir als BKUV sich um die ordentliche Abwicklung der Bestattung kümmern.

Die Mitgliedschaft fängt mit einer Aufnahmegebühr an. Jede muslimische Person kann in der BKUV Mitglied werden. Sofern diese verheiratet ist, wird die Familie automatisch mit aufgenommen. Die Aufnahmegebühr wird nur vom Antragsteller entrichtet, so wie im Falle einer Krankenversicherung. Durch den jährlich einmaligen Unkostenbeitrag beteiligt man sich am Ende des Kalenderjahres an den entstandenen Kosten des vergangenen Jahres der BKUV. Diese Summe setzt sich zusammen aus den anteiligen Belastungen der BKUV, welche aus den Ausgaben für die Überführungen und Bestattungen zusammenkommen. Mehr Infos dazu finden sich auch im Aufnahmeformular.

BKUV ist offen für Muslime jeglicher Nationalität. So finden sich Mitglieder aus verschiedenen Ländern von Sri Lanka bis hin aus afrikanischen Staaten sowie deutsche Muslime in der BKUV.

Die Bestattungskostenunterstützungsvereinigung (BKUV) ist primär eine religiöse Hilfs- und Solidaritätsgemeinschaft für die in Deutschland lebenden Muslime. Sie ist keine Versicherung und arbeitet nicht kommerziell und gewinnorientiert. Deshalb sind unsere Kosten sehr gering. Im Unterschied zu Versicherungsunternehmen nehmen wir unsere Mitglieder als Familienverband und als Einzelpersonen ohne Familie auf. Sie ist dem Muslimischen Sozialen Bund e.V. untergeordnet.